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Unser Büro

Im Herzen der Domstadt: Seit kurzem befindet sich der Sitz der Thesauros AG im neu errichteten AntoniterQuartier, zentral gelegen an der Kölner Schildergasse. Dank der leicht versetzen Lage des Neubaus, der sich direkt hinter der AntoniterCityKirche befindet, liegt nicht nur die Innenstadt vor der Haustür, sondern entsteht gleichzeitig eine Ruheinsel vom hektischen Treiben. Ergänzt wird diese durch Gastronomieangebote, welche sich aktuell in der Planung befinden.

Die Büroräume der Thesauros sind über zwei Etagen verteilt und bieten mit rund 1.700 Quadratmetern viel Raum fürs kreative Schaffen. Ein Teil der zweiten Etage wird zudem durch die Unternehmenspartner Kunz Rechtsanwälte belegt.

Neben der zentralen, aber ruhigen Lage zeichnet sich das Büro der Thesauros durch viel Licht und ansprechendes Design aus. Zwei modern eingerichtete Open-Space-Flächen für die Dezernate Urban-, Architectural- und Project Solutions erleichtern den direkten Austausch mit den Kollegen. Für kleinere Besprechungen stehen gleichzeitig Sofas und Sessel als gemütliche Rückzugsmöglichkeit parat. Absolutes Highlight der neuen Büroräume ist allerdings die großzügige Wohnküche im dritten Stock, in welcher sich zur Frühstücks- und Mittagspause Kollegen aller Dezernate treffen, entspannen oder austauschen können.

Ein verstecktes Juwel befindet sich außerdem in der Tiefgarage des Büros: Die Grundmauern der ältesten römischen Bibliothek nördlich der Alpen, welche bei den Bauarbeiten für das AntoniterQuartier gefunden wurden. Mehrere tausend Schriftrollen sollen hier, in der ältesten Bibliothek Deutschlands, gelagert worden sein. Ein Tempel des Wissens – ähnlich dem griechischen Thesauros (altgriechisch „Θησαυρός“), welcher als Aufbewahrungsort für kostbare Votivgaben oder als Schatzhaus bzw. Bank genutzt wurde und Namensstifter des Unternehmens ist.

Weitere Details zur Architektur sowie tolle Innen- und Außenansichten des AntoniterQuartiers finden sich auch auf BauNetz unter diesem Link.

Historischer Standort

Während der Bauarbeiten für das AntoniterQuartier wurden 2017 die Ruinen der ältesten nachweisbaren römischen Bibliothek nördlich der Alpen entdeckt. Die Funde weisen darauf hin, dass das Gebäude aus dem 2. Jahrhundert rund 20 Meter lang und neun Meter breit war, mit einer Apsis, in welcher sich vermutlich eine Statue der Minerva befand. Eine nischenhafte Gliederung in den Mauern, die auch heute noch erkennbar ist, bot Platz für Kisten und Schränke mit Pergament und Papyrus. Die außergewöhnlich massiven Fundamente lassen zudem darauf schließen, dass die Bibliothek zweigeschossig und vermutlich zwischen sieben bis neun Meter hoch errichtet wurde. Von dem ursprünglichen Bau erhalten sind zwei kleine polierte Fußbodenstücke und die Grundmauern aus Kalksand-und-Trachyt-Gemisch, ähnlich dem heutigen Beton.

Um der Öffentlichkeit und zukünftigen Forschergenerationen teilweise zugänglich zu sein, wurde die Bibliothek in die Tiefgarage des AntoniterQuartiers integriert – so können bald auch Besucher der Thesauros diesen bedeutenden Fund sehen. Aktuell sammelt die Evangelische Gemeinde Köln per Crowdfunding Spenden für eine ansprechende und sachgerechte Präsentation des historischen Bauwerks und weiterer wertvoller Exponate von der Fundstelle. Mithilfe der Ausstellung sollen diese außergewöhnlichen Überreste der Geschichte der Colonia Claudia Ara Agrippinensium angemessen gewürdigt und den Besuchern in verständlicher Weise vorgestellt werden.

Weitere Informationen zum Spendenprojekt gibt es unter: www.antoniterquartier.de

Colonia Claudia Ara Agrippinensium - das römische Köln

Die Stadt Köln gehört mit seinem römischen Erbe zu einer der ältesten deutschen Städte. Vermutlich um 19 v. Chr. als Siedlung „Oppidum Ubiorum“ gegründet, lebten hier zunächst unter der Leitung des römischen Statthalters Marcus Vipsanius Agrippa der germanische Stamm der Ubier. Die Siedlung befand sich auf einem hochwassersicheren Hügel am linken Rheinufer und wurde bereits nach wenigen Jahren zu einem zentralen Ort ausgebaut, der später Provinzhauptstadt werden sollte.

Im Jahr 50 n. Chr. erhielt die Siedlung durch den römischen Kaiser Claudius den Status einer Stadt römischen Rechts und wurde ab diesem Zeitpunkt als Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) bezeichnet. Aus der römischen Bezeichnung der Stadt entwickelte sich nachantik die Abkürzung Colonia, woraus im Mittelalter die Bezeichnungen „Coellen“ und „Coeln (am Rhein)“ entstanden, bis sich ab 1919 die heutige Schreibweise „Köln“ etablierte. Zum Zeitpunkt der Ernennung als „Colonia“ umfasste das römische Köln ca. 97 ha, zu welchen später noch Vorstädte vor den Toren („Suburbium“) hinzukamen.

Als Hauptstadt der römischen Provinz Germania inferior (Niedergermanien) und Hauptquartier des niedergermanischen Heeres erlebte die CCAA um 90 n. Chr. einen enormen Aufschwung. So war sie im 2. und 3 Jahrhundert n. Chr. die größte römische Stadt nördlich der Alpen und zählte zu den bedeutendsten Städten des römischen Imperiums.

Die Statthalter von Germania inferior residierten im Praetorium, einem eindrucksvollen und repräsentativen Palast, an dessen Stelle heute das Kölner Rathaus steht. Die Stadt Köln wird somit seit mehr als 2000 Jahren vom gleichen Ort verwaltet – ein Alleinstellungsmerkmal in Europa.

Aufgrund der zunehmenden Überfälle durch die feindlichen Germanen wurde um 301 das Militär-Kastell Divitia auf der rechten Rheinseite (im heutigen Köln-Deutz) gegründet. Gleichzeitig wurde um 300 die CCAA als Hauptstadt der neugegründeten Provinz „Germania Secunda“ ernannt. Einen weiteren wichtigen Meilenstein für die städtische Entwicklung stellte Beginn des 4. Jahrhunderts die Ernennung von Köln zum Bischofssitz dar.

Die Trennung des Römischen Imperiums um 395 in das West- und Oströmische Reich läutete den fortschreitenden Zerfall des Weströmischen Reiches ein. Hiermit verbunden zogen die Römer bereits nach dem Jahre 400 aus Germanien ab, wodurch sich Colonia ab 420 zunehmend als fränkische Stadt entwickelte. Viele Nachfahren der ursprünglich römischen Bürger blieben allerdings in der Stadt, sodass die heutigen Kölner sich sowohl auf ein fränkisches als auch auf ein römisches Erbe berufen können.

Als eine von wenigen römischen Städten erlebte Köln einen nahtlosen Übergang von der antiken Stadt zur frühmittelalterlichen Stadt. Die Kontinuität der Strukturen unterscheidet Köln von fast allen anderen vergleichbaren deutschen Römerstädten und begründet vermutlich auch den Aufstieg des Mittelalterlichen Kölns zu der Metropole, welche die Stadt auch heute noch ist.